Debatte - Knobloch verlangt inhaltliche Kontinuität im Zentralrat der Juden
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In der Debatte über eine Neuausrichtung des Zentralrats der Juden in Deutschland mahnt die scheidende Präsidentin Knobloch inhaltliche Kontinuität an. Sie sagte am Dienstag der ddp, bei gesellschaftlich relevanten Themen wie Antisemitismus, Rechts- und Linksextremismus sei auch künftig ein gemeinsames Vorgehen mit der Politik, den Kirchen, dem Sport und anderen Organisationen erstrebenswert.
In der Debatte über eine Neuausrichtung des Zentralrats der Juden in Deutschland mahnt die scheidende Präsidentin Charlotte Knobloch inhaltliche Kontinuität an. Knobloch sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp in München, bei gesellschaftlich relevanten Themen wie Antisemitismus, Rechts- und Linksextremismus sei auch künftig ein gemeinsames Vorgehen mit der Politik, den Kirchen, dem Sport und anderen Organisationen erstrebenswert. Das seien keine jüdischen Probleme, sondern «gehen jeden von uns etwas an». Es gehe letztlich um eine Verteidigung der demokratischen Grundordnun
Wie bisher werde auch die Stärkung des jüdischen Selbstverständnisses in all seiner Vielfalt ein zentrales Anliegen der jüdischen Gemeinschaft sein, betonte Knobloch weiter. Alle religiösen Strömungen sollten sich weiterhin im Zentralrat beheimatet fühlen. Ferner werde auch in Zukunft die Einbindung der Zuwanderer eine der zentralen Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft bleiben.
Knobloch hatte am Sonntag nach tagelangen Spekulationen angekündigt, auf eine zweite Amtszeit als Zentralrats-Präsidentin zu verzichten und im November von der Verbandsspitze abzutreten. Sie wolle «bewusst einen Generationswechsel herbeiführen» und diesen «aktiv unterstützen und begleiten», sagte sie nach einer Direktoriumssitzung des Zentralrats in Frankfurt am Main. Als Favorit für ihre Nachfolge gilt der bisherige Vizepräsident Dieter Graumann.
München (ddp-bay)
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