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Politik-News
17.03.2010 | 12:06

Mehr Selbstbestimmung für Bildungseinrichtungen gefordert

Der Aktionsrat Bildung fordert eine höhere Selbstbestimmung für Bildungseinrichtungen. Es sei Zeit für eine «neue Rollenverteilung» zwischen Staat und Bildungseinrichtungen, sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und Initiator des Aktionsrats, Randolf Rodenstock, am Mittwoch in München. Bei der Schulautonomie gehöre Bayern eher zu den Schlusslichtern im Bundesvergleich.

Der Vorsitzende des Aktionsrats, Dieter Lenzen, sagte: «Die Deregulierung sichert ein gewisses Freiheitsmaß.» Er forderte mehr Eigenverantwortung für Schulen und Hochschulen etwa bei der Auswahl des Personals oder der Verwendung finanzieller Mittel. Lenzen schlug ein Modell aus den Niederlanden vor, bei dem sich Bildungseinrichtungen in privater Trägerschaft befinden, aber staatlich finanziert werden. Bei der Hochschulautonomie liegt Bayern dem vierten Jahresgutachten des Aktionsrats zufolge im Bundesvergleich im Mittelfeld, im Bereich der Schulen nur auf den hinteren Plätzen.

«Bayern

darf den Anschluss nicht verlieren», sagte Rodenstock. Er sehe außerdem einen erheblichen Kostenbedarf im Bildungsbereich. Deutschlandweit müssten insgesamt rund 27 Milliarden Euro mehr in die Ausbildung der Jugend investiert werden. Diese Denkweise habe sich in der bayerischen Staatsregierung noch nicht breitgemacht, kritisierte er.

ddp/wem/fgr






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