14.08.2019 - 10:03 Uhr

Landesregierung muss Kohlebagger stoppen und angrenzende Flächen bewalden

Greenpeace e.V., Hamburg



Mit Hilfe satellitengestützter Auswertungsverfahren zeigt die Studie, dass der Tagebau Hambach insbesondere in den Sommermonaten der jüngst besonders warmen Jahre mit durchschnittlichen Oberflächentemperaturen von über 45 Grad Celsius der Hitzepol der Region ist. Die Thermik über dem sich aufheizenden Tagebau verstärkt im Hambacher Wald die Trockenheit in den Hitzesommern 2018 und 2019. "Der Tagebau wirkt auf den Wald wie eine gigantische Abzugshaube. Die aufsteigende erhitzte Luft saugt Feuchtigkeit aus dem Wald und der gesamten Umgebung", sagt Studienautor Ibisch. "Diese mikroklimatischen Randeffekte, die vom Tagebau ausgehen, sind ein bislang unterschätztes Problem." Die weitere Abbaggerung hin zum Hambacher Wald müsse sofort gestoppt, an den Wald angrenzende Gebiete sollten als "thermische Pufferzone" auf einer Breite von bis zu 500 Metern wiederbewaldet werden.

NRW-Ministerpräsident Laschet will Hambacher Forst nun retten
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekräftigte vergangenen Sonntag in einem Interview erneut: "Wir wollen den Hambacher Forst retten, wie es der Kohlekompromiss vorsieht." Doch unternommen hat Laschet bislang nichts, um RWEs Kohlekurs zu stoppen. Seit dem Beschluss des Kompromisses zum Kohleausstieg im Januar haben sich RWEs Bagger immer weiter an den Hambacher Wald herangraben, teilweise bis auf rund 50 Meter. "Mit jedem Meter, den sich die Bagger näher an den Hambacher Wald herangraben, gefährdet RWE den Wald und untergräbt so den mühsam errungenen Kohlekompromiss", so Neuwirth. "Der Klima-Notstand ist nicht mehr zu übersehen und die Bundesregierung muss endlich noch in diesem Jahr die ersten schmutzigen Braunkohleblöcke in NRW vom Netz nehmen. Das schützt unser Klima und den wertvollen alten Hambacher Wald."

Greenpeace e.V.

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Diese Pressemitteilung wurde zur Verfügung getstellt von der pressrelations GmbH.