11.09.2019 - 23:06 Uhr

Westfalen-Blatt: Kommentar zum Rauchverbot

Bielefeld - Rauchen im Auto, wenn Kinder dabei sind: Das geht gar nicht. Und Schwangere einzupaffen, ist ebenso daneben. Alle Menschen, die halbwegs bei Trost sind, werden diese Einschätzung teilen. Nur: Muss es deshalb ein gesetzliches Verbot geben? Der Staat tut ...

Bielefeld - Rauchen im Auto, wenn Kinder dabei sind: Das geht gar nicht. Und Schwangere einzupaffen, ist ebenso daneben. Alle Menschen, die halbwegs bei Trost sind, werden diese Einschätzung teilen. Nur: Muss es deshalb ein gesetzliches Verbot geben? Der Staat tut gut daran, nur solche Verbote zu erlassen, die er auch durchsetzen kann. Wer aber soll all die Familienkutschen kontrollieren, die tagtäglich in Deutschland unterwegs sind? Und wie soll ein Polizist wissen, ob die Frau auf dem Sitz neben einem Raucher schwanger ist? Die werdende Mutter selbst darf im Auto ohnehin weiter nach Herzenslust paffen. Ganz zu schweigen von der Frage, was ein Rauchverbot im Auto nützt, wenn die Eltern zwar auf dem Rückweg von der Kita nikotinfrei bleiben, zu Hause aber Wohn- und Kinderzimmer zuqualmen. Man sieht: Der Teufel steckt mal wieder im Detail. Es wäre schade, wenn ein Rauchverbot aus solchen Gründen am Ende von Gerichten wieder einkassiert würde. Das würde dem eigentlich gut gemeinten Anliegen einen Bärendienst erweisen.

OTS: Westfalen-Blatt newsroom: http://www.presseportal.de/nr/66306 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt: Westfalen-Blatt Dominik Rose Telefon: 0521 585-261 d.rose@westfalen-blatt.de