Lexikon

Finanzinstitut, monetäres MFI (monetary financial institution, MFI)

Ein Kreditinstitut oder eine andere Einrichtung, deren wirtschaftliche Tätigkeit darin besteht, Einlagen von anderen Wirtschaftssubjekten entgegenzunehmen, Darlehn zu gewähren und/oder in Wertpapieren zu investieren

Ein Kreditinstitut oder eine andere Einrichtung, deren wirtschaftliche Tätigkeit darin besteht, Einlagen von anderen Wirtschaftssubjekten entgegenzunehmen, Darlehn zu gewähren und/oder in Wertpapieren zu investieren. -Ob ein Finanzinstitut, bei dem es sich nicht um ein Kreditinstitut handelt, zu den MFIs zählt, hängt von dem Grad der Substitution zwischen den jeweils emittierten Finanzinstrumenten und Bankeinlagen ab. Die Enge der Substitutionsbeziehung bestimmt sich dabei nach der Liquidität dieser Instrumente, die besonders auf der Basis der Kriterien Übertragbarkeit, Konvertibilität, Sicherheit und Marktfähigkeit gemessen werden. -Zum MFI-Sektor gehören in der Statistik der EZB auch die nationalen Zentralbanken und die EZB. -Die MFIs, die im Euro-Währungsgebiet ansässig sind, werden als der "Geldschöpfungssektor" des Euro-Währungsraumes definiert. Dessen fein aufgegliederte konsolidierte Bilanz, nach Monaten unterteilt, findet sich im Anhang "Statistik des Euro-Währungsgebiets" des jeweiligen Monatsberichts der EZB; im jeweiligen Monatsbericht der Deutschen Bundesbank ist der deutsche Beitrag zu den einzelnen Posten im "Statistischen Teil" ausgewiesen. Siehe Aggregate, monetäre, Bank, Finanzdienstleister, Geldschöpfungssektor, Institut, Kreditbank, Kreditinstitut. Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 1999, S. 31, Monatsbericht der EZB vom April 1999, S. 47, Monatsbericht der EZB vom September 2003, S. 9 ff. -Ein vollzähliges Verzeichnis der MFIs ist auf der Webseite der EZB abrufbar.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Buchstabe F


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