20.08.2019 - 08:26 Uhr

Erzeugerpreise im Juli gestiegen

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent gestiegen.

Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Im Juni hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,2 Prozent gelegen.

Die Erzeugerpreise stiegen im siebten Monat des Jahres gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nachdem zuvor zwei Monate sinkende Preise zu verzeichnen waren. Den höchsten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt hatte im Juli die Preisentwicklung bei elektrischem Strom. Dieser war um 8,4 Prozent teurer als im Juli 2018 (+2,2 Prozent gegenüber Juni 2019). Energie insgesamt war um 2,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Juni stiegen die Energiepreise um 0,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent höher als im Juli des Vorjahres. Gegenüber Juni 2019 sanken sie um 0,1 Prozent, so die Statistiker weiter. Verbrauchsgüter waren im Juli um 1,7 Prozent teurer als noch im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat Juni sanken diese Preise um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel waren um 2,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die höchsten Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen auch im Juli Schweinefleisch (+18,1 Prozent) und verarbeitete Kartoffeln (+15,8 Prozent) auf. Billiger als im Juli 2018 waren insbesondere Butter (-31,4 Prozent) und Zucker (-16 Prozent). Kaffee kostete 6,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Preise für Investitionsgüter lagen im Juli um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Gebrauchsgüter waren im Juli um 1,3 Prozent teurer als im Juli des Vorjahres. Vorleistungsgüter waren im Juli um 0,7 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es letztmalig im September 2016 gegeben (-1,1 Prozent). Gegenüber dem Vormonat Juni sanken diese Preise um 0,4 Prozent. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem elektronische integrierte Schaltungen (-14 Prozent). Metallische Sekundärrohstoffe kosteten 13,6 Prozent weniger, Metalle 2,7 Prozent weniger. Einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen unter anderem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+10,8 Prozent), Düngemittel und Stickstoffverbindungen (+7,8 Prozent) und Getreidemehl mit einem Plus von 7,0 Prozent auf.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH