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19.02.2021 - 13:27 Uhr

Der Maler Willi Sitte - Genosse und Revolution?r

Leipzig - Zum 100. Geburtstag des Malers Willi Sitte (1921 - 2013) zeigt der MDR in der Reihe "Lebensl?ufe" das TV-Portr?t "Zwischen Barock und Staatsmacht - Der Maler Willi Sitte". Zu sehen ist es am Donnerstag, 25.Februar, um 23.10 Uhr im MDR und bereits ...

Leipzig - Zum 100. Geburtstag des Malers Willi Sitte (1921 - 2013) zeigt der MDR in der Reihe "Lebensl?ufe" das TV-Portr?t "Zwischen Barock und Staatsmacht - Der Maler Willi Sitte". Zu sehen ist es am Donnerstag, 25.Februar, um 23.10 Uhr im MDR und bereits ab 22. Februar f?r 30 Tage inder ARD Mediathek.

Nackte, ?ppige K?rper, z?gellose Geschlechterk?mpfe, pralle, derbe Sinnlichkeit in expressive Farbenwucht getaucht: So hat sich der Maler Willi Sitte in die j?ngere Kunstgeschichte eingeschrieben. An den Altmeistern von der Renaissance bis in die klassische Moderne geschult, hat er die Ekstasen aus der griechischen G?tterwelt in die Arbeiter- und Bauernrepublik DDR geholt.

Der am 28. Februar 1921 in der Tschechoslowakei geborene Sitte wurde 1941 von der Wehrmacht an die Ostfront berufen. Sp?ter desertierte er in Italien und schloss sich den antifaschistischen Partisanen an. Italien wurde seine zweite geistige Heimat, er lernte die Sprache und besch?ftigte sich mit der Kunstgeschichte. Als ?berzeugter Kommunist trat er 1947 in die SED ein und wirkte am Aufbau des Sozialismus in Ostdeutschland mit.

Aufgrund seiner Linientreue war er bei der DDR-F?hrung angesehen und sammelte zahlreiche Ehrungen. Als langj?hriger Pr?sident des K?nstlerverbandes und als Mitglied in Volkskammer und Zentralkomitee hatte er gro?en Einfluss auf die Kunst in der DDR. Doch er eckte auch an bei den Genossen: Sein Stil, der sich an Zeitgenossen wie Pablo Picasso und Max Ernst orientierte, hatte mit dem sowjetisch-sozialistischen Realismus wenig gemein, den Sitte zeitlebens wegen der ?hnlichkeit zur Nazi-Kunst ablehnte.

Nach der Wiedervereinigung wurde er als h?riger Staatsmaler abgestempelt und seine Kunstwerke verschwanden in den Depots. "Zwischen Barock und Staatsmacht" zeigt den Maler im Widerstreit zwischen politischem Engagement und k?nstlerischem Eigensinn. Galeristen, K?nstlerkollegen, Sch?ler und Experten liefern mit ihren Statements ein facettenreiches Bild des K?nstlers. Sittes 100. Geburtstag wird im Herbst 2021 mit einer gro?en Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg in Halle gew?rdigt. Die Saalestadt war Sittes langj?hriger Arbeits- und Wohnort, wo er auch 2013 im Alter von 92 Jahren starb.

Hinweis f?r die Redaktionen: Der Film steht vorab in unserem Online-Pressevorf?hrraum zur Rezension zur Verf?gung.

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3 00 6545, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/4842914 MDR Mitteldeutscher Rundfunk

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