13.07.2020 - 19:52 Uhr

Joachim Herrmann, CSU: Sonn- und Feiertagsfahrverbote für Motorräder sind völlig überzogen

Berlin - In Berlin in anderen Städten haben tausende Biker gegen Pläne eines Sonn- und Feiertagsfahrverbotes für Motorräder protestiert, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU zeigt Verständnis für die landesweiten Proteste: "Für Sonn- und Feiertage generelle Fahrverbote für Motorradfahrer zu erlassen, das ist völlig überzogen ...

Berlin - In Berlin in anderen Städten haben tausende Biker gegen Pläne eines Sonn- und Feiertagsfahrverbotes für Motorräder protestiert, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU zeigt Verständnis für die landesweiten Proteste: "Für Sonn- und Feiertage generelle Fahrverbote für Motorradfahrer zu erlassen, das ist völlig überzogen und so kann man der Probleme nicht gerecht werden", so Herrmann heute im ARD-Mittagsmagazin.

Natürlich seien die Lärmschutzinteressen sehr, sehr wichtig, aber "Motorradfahren und auch das zu genießen durch unsere herrlichen Landschaften zu fahren, bedeutet nicht unnötig Krach zu machen. Dann gibt es einige wenige Motorradfahrer, die sich rücksichtslos verhalten und das ist nicht akzeptabel. (...) Es gibt manchmal auch Porschefahrer, die ihren Motor unnötig aufheulen lassen. Das ist auch nicht in Ordnung, aber das kann nicht Grundlage für allgemeine Fahrverbote sein."

Herrmann, selbst passionierter Biker, plädiert dafür, aus Lärmschutzgründen Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erlassen. "Ich kann im Einzelfall auch bestimmte Strecke einmal sperren. Das ist vernünftig. Wieso sich das übrigens speziell auf den Sonntag beziehen soll, ist jetzt weniger ersichtlich, weil Anwohner beispielsweise wollen auch am Samstag oder wollen auch an einem Werktag lärmgeschützt werden. Aber wie auch immer: Wir schauen uns die Situation an, wir haben auch in Bayern an bestimmten Stellen Tempolimits. Und an besonders schwierigen Stellen auch schon Fahrverbote erlassen, aber nicht pauschal insgesamt erklärt, wir brauchen keine Fahrverbote am Sonntag für Motorradfahrer. Das wird der Situation nicht gerecht und deshalb haben wir auch im Bundesrat dagegen gestimmt."

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