Allianz wirbt für Kapitalsäule in Krankenversicherung

heute 07:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Allianz-Chef Oliver Bäte spricht sich für mehr Kapitaldeckung in der Gesundheitsversorgung aus.

Allianz (Archiv)
Allianz (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Das Umlagesystem der Krankenversicherung werde auf Dauer nicht finanzierbar sein, sagte er dem "Handelsblatt".Nicht nur die Renten-, sondern auch die gesetzliche Krankenversicherung brauche eine kapitalgedeckte Säule. Finanzieren ließe sie sich durch "drastische Einsparungen, bessere Steuerung und weniger Missbrauch im Gesundheitswesen", so Bäte. Deutschland müsse unter anderem die Zahl der Krankenhausbetten reduzieren.

Auch bei Operationen und Medikamenten sieht er erhebliche Fehlanreize.Zugleich fordert der Allianz-Chef mehr Eigenverantwortung der Bürger: "Ich finde es grundsätzlich falsch, dass die Gesellschaft dafür zahlt, dass einzelne Menschen keine Verantwortung für sich übernehmen." Es müsse einen Unterschied machen, "ob jemand regelmäßig zur Vorsorge geht oder nicht".Bäte spricht sich zudem für eine Lockerung des Kündigungsschutzes aus. Wer mehr verdiene als der Kanzler, also im hohen sechsstelligen Bereich, brauche keinen klassischen Kündigungsschutz. Auch die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung hält er bei Spitzenverdienern für überflüssig. Grundsätzlich gebe es in Deutschland viele Schutzmechanismen für Menschen, denen es ohnehin gut gehe. Das Land kümmere sich aber zu wenig um diejenigen, die wirklich Schutz bräuchten.

"Das ist wie eine Zeitbombe für die Demokratie", sagte Bäte.Bäte lobt den Reformkurs der Bundesregierung, mahnt aber weitere Reformen in den Sozialsystemen an. In den vergangenen Jahren habe sich Deutschland vieles leisten können, weil die Wirtschaft produktiver und Steuereinnahmen höher gewesen seien.

Aber, so Bäte: "Die Party ist zu Ende."

Trades kopieren und dabei lernen!
Jetzt mit dem Copy-Trading starten.
Wir zeigen Dir, wie es geht.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.