Bundespräsidentin: Prien drängt CDU auf Entscheidung am 9. November

heute 16:20 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die CDU-Politikerin nennt den 9. November als Ziel für eine parteiinterne Festlegung. Zugleich weist sie auf mehrere geeignete Frauen in CDU und CSU hin und warnt vor einer unfairen Bewertung möglicher Kandidatinnen.

Karin Prien (Archiv)
Karin Prien (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

CDU soll am 9. November Kandidatin bestimmenDie stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesfamilienministerin Karin Prien drängt ihre Partei auf eine Entscheidung für eine Bundespräsidentschaftskandidatin bis zum 9. November. „Für mich ganz klar: Es sollte eine Frau werden“, sagte sie dem „Stern“ und RTL.Prien verwies auf mehrere Frauen in CDU und CSU, die für das Amt geeignet seien, und nannte die Sitzung des CDU-Präsidiums als entscheidenden Termin: „Der 9. November, das wird der Tag der Entscheidung.“Prien selbst als mögliche Kandidatin genanntAuch Priens eigener Name wird in der CDU wiederholt als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier genannt. „Das schmeichelt mir“, sagte die Ministerin. Für das Amt bewerbe man sich nicht, sondern werde dafür ausgewählt.Prien warnte zugleich davor, einzelne Kandidatinnen in der laufenden Debatte zu beschädigen.

Alle derzeit genannten Frauen seien hoch kompetent und hätten das Zeug, die Position wahrzunehmen.

Sie kritisierte, dass bei Frauen nach Argumenten gegen ihre Eignung gesucht werde, während solche Debatten über Männer anders geführt würden.Entscheidung vor der BundesversammlungDie CDU-Präsidiumssitzung am 9. November wäre eine parteiinterne Vorentscheidung.

Die Wahl des Bundespräsidenten erfolgt anschließend durch die Bundesversammlung; Steinmeiers Amtszeit endet im Frühjahr 2027.
Die Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in eine konkrete Entscheidungsphase eingetreten.

Steinmeiers Amtszeit endet im Frühjahr 2027; die Bundesversammlung soll Ende Januar über das neue Staatsoberhaupt entscheiden.

Damit bleibt der CDU und ihren möglichen Koalitionspartnern nur ein begrenzter Zeitraum, um eine gemeinsame Personalentscheidung vorzubereiten.Mehrere Namen im GesprächAus der CDU werden neben Karin Prien unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und die frühere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer als mögliche Kandidatinnen genannt. Zugleich gibt es weitere Vorschläge aus den Reihen von SPD und Union. Die Personalfrage ist deshalb nicht nur eine innerparteiliche Auswahl, sondern berührt auch die Mehrheitsbildung in der Bundesversammlung.Priens Forderung nach einer Frau verschiebt den Schwerpunkt der Debatte auf die Repräsentation des höchsten Staatsamtes.

Entscheidend wird neben der parteiinternen Eignung sein, ob eine Kandidatin über die notwendige parteiübergreifende Zustimmung verfügt. Die CDU-Präsidiumssitzung am 9. November kann dafür eine wichtige Vorentscheidung liefern, ersetzt aber noch nicht die spätere Abstimmung der Bundesversammlung.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragentagesschau: „Nachfolge für Steinmeier: Merz beharrt auf CDU-Vorschlagsrecht“ (28.10.2026)Der Beitrag bestätigt den 9. November als wichtigen Zielpunkt für die CDU. Im Mittelpunkt steht dort stärker das parteipolitische Vorschlagsrecht von Friedrich Merz als Priens Forderung nach einer weiblichen Kandidatur.ntv: „Frei: Nächster Bundespräsident wird wohl eine Frau“ (28.10.2026)Der ntv-Beitrag ordnet die Debatte ebenfalls als Rennen um eine mögliche Frau für die Steinmeier-Nachfolge ein. Anders als Prien konzentriert sich die Darstellung auf die Einschätzung von Unionsfraktionschef Thorsten Frei und den Wahltermin Ende Januar.Gemeinsam ist den Beiträgen die Erwartung einer zeitnahen Festlegung der Union und die starke Rolle weiblicher Bewerberinnen.

Offen bleibt, auf welche konkrete Kandidatin sich die CDU verständigt und ob sie anschließend eine ausreichende Mehrheit in der Bundesversammlung erhält.

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