CDU-Sozialflügel weist Überlegungen zu AfD-Gesprächen zurück

heute 15:52 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundesvorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke, hat Überlegungen zu einer möglichen Gesprächsbereitschaft gegenüber der AfD scharf zurückgewiesen.Darauf zu hoffen, dass sich die AfD von Rechtsextremen und pro-russischen Positionen abgrenze, heiße, die AfD solle sich von ihrer politischen DNA abgrenzen, sagte Radtke dem "Handelsblatt".

Dennis Radtke (Archiv)
Dennis Radtke (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Er halte von diesen Gedankenspielen nichts.Radtke reagierte damit auf Äußerungen des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD). Dieser hatte für eine neue Strategie im Umgang mit der AfD plädiert. Man solle in unterschiedlichen politischen Bereichen rote Linien definieren, innerhalb derer man sich gesprächsbereit zeige, sagte Steinbrück dem Podcast "Ronzheimer" der "Bild". Solange die AfD diese Grenzen nicht einhalte, sei definitiv keine Kooperation, keine Duldung möglich. Die Brandmauer könne er zwar nachvollziehen, aber nicht zwangsläufig für immer.Radtke sagte dazu, es gehe hier nicht um die Frage, wie man einen Hund stubenrein bekomme oder ein Wildpferd einreite. Die AfD wolle, wie Le Pen und Co., ein anderes System, ein anderes Land, ein anderes Europa. Die Brandmauer sei kein Instrument zur Bekämpfung der AfD, sondern ein Schutz der politischen Mitte vor Infektion. Sie sei die Demarkationslinie zwischen Demokraten und denen, die Rechtsstaatlichkeit und Mitmenschlichkeit offen den Kampf ansagen wollten.Der CDU-Politiker nannte als wichtigstes Werkzeug im Kampf gegen Extremisten Glaubwürdigkeit und Bürgernähe. An beidem werde der Mangel größer statt kleiner - mit entsprechenden Folgen.

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