EU und Australien vereinbaren Handelsabkommen

heute 06:41 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die EU und Australien auf ein Freihandelsabkommen verständigt.Der endgültige Text dazu wurde bei einem Treffen in Canberra zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem australischen Premierminister Anthony Albanese vereinbart, wie die EU-Kommission mitteilte.

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via dts Nachrichtenagentur

Zudem wurde der Abschluss einer Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft bekannt gegeben.Das Handelsabkommen sieht vor, Zölle auf beiden Seiten abzuschaffen.

Zudem sollen der Handel mit Dienstleistungen sowie gegenseitige Investitionen erleichtert werden.

Die EU-Exporte dürften nach Schätzung der Kommission in den nächsten zehn Jahren um bis zu 33 Prozent steigen, wobei der Exportwert jährlich bis zu 17,7 Milliarden Euro erreichen könnte. Zu den Schlüsselbranchen mit starkem Wachstumspotenzial zählen demnach Milchprodukte (voraussichtlich ein Anstieg um bis zu 48 Prozent), Kraftfahrzeuge (52 Prozent) und Chemikalien (20 Prozent). Die EU-Investitionen in Australien könnten um über 87 Prozent zunehmen."Die EU und Australien mögen geografisch weit voneinander entfernt sein, doch was unsere Weltanschauung angeht, könnten wir uns nicht näher stehen", sagte von der Leyen.

Mit den neuen Partnerschaften in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie Handel rücke man noch enger zusammen.

"Diese Abkommen schaffen dauerhafte, auf Vertrauen basierende Strukturen, um Frieden und Sicherheit durch Stärke zu fördern, Wohlstand durch regelbasierten Handel voranzutreiben und gemeinsam für die Aufrechterhaltung globaler Institutionen einzutreten."Auf EU-Seite sollen die ausgehandelten Entwürfe zum Freihandelsabkommen in Kürze veröffentlicht werden.

Später wird die Kommission dem Rat ihren Vorschlag zur Unterzeichnung und zum Abschluss des Abkommens vorlegen.

Sobald der Rat den Vorschlag angenommen hat, können die EU und Australien das Abkommen unterzeichnen.

Nach der Unterzeichnung bedarf das Abkommen der Zustimmung des Europäischen Parlaments und eines Beschlusses des Rates über den Abschluss, damit es in Kraft treten kann. Sobald auch Australien das Abkommen ratifiziert hat, kann es in Kraft treten.

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