Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen 334.100 Todesfälle

heute 09:01 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

334.100 Menschen starben 2025 in Deutschland an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwar sank die Zahl erneut, doch die Krankheitsgruppe blieb mit deutlichem Abstand die häufigste Todesursache.

Krankenhausbett (Archiv)
Krankenhausbett (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

In Deutschland sind 2025 weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben als im Jahr zuvor. Nach der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes verursachten diese Erkrankungen 334.100 Sterbefälle, 1,5 Prozent weniger als 2024.Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben auf Platz einsTrotz des Rückgangs waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch 2025 die häufigste Todesursache. Gegenüber 2022 sank die Zahl der Todesfälle in dieser Gruppe um 6,7 Prozent und damit stärker als die Zahl der Sterbefälle insgesamt, die um 5,6 Prozent zurückging.Besonders deutlich war die Entwicklung bei Herzinfarkten: Die Zahl der Todesfälle verringerte sich seit 2022 um 15,2 Prozent. Bei zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen Schlaganfälle, Hirnblutungen und Hirninfarkte zählen, ging sie um 6,3 Prozent zurück.Rückgang bei Männern und FrauenDer Rückgang bei Herzinfarkten betraf beide Geschlechter nahezu gleichermaßen.

Bei Männern sank die Zahl seit 2022 um 14,1 Prozent, bei Frauen um 16,8 Prozent. Alle Altersgruppen verzeichneten weniger Todesfälle, besonders stark war der Rückgang bei den 80- bis 85-Jährigen mit 30,6 Prozent.Bei zerebrovaskulären Krankheiten nahm die Zahl der Todesfälle bei Männern seit 2022 um 4,6 Prozent ab, bei Frauen um 7,7 Prozent. Damit kehrte sich der zuvor beobachtete Anstieg um: Zwischen 2019 und 2022 war die Zahl der Herzinfarkt-Todesfälle noch um 5,3 Prozent und die Zahl der Todesfälle durch zerebrovaskuläre Krankheiten um 4 Prozent gestiegen.Krebs folgt auf Rang zweiInsgesamt starben 2025 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen.

Das waren 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr und der dritte Rückgang der Sterbefälle in Folge.Die zweithäufigste Todesursache waren bösartige Neubildungen mit 228.800 Verstorbenen.

Krankheiten des Atmungssystems folgten mit 81.200 Todesfällen.

Auf die drei häufigsten Todesursachengruppen entfielen damit fast zwei Drittel aller Sterbefälle.Unterschiede nach GeschlechtBei Frauen waren nicht näher bezeichnete Demenz mit 39.200 Todesfällen, die chronische ischämische Herzkrankheit mit 29.400 und Herzinsuffizienz mit 21.900 die drei häufigsten Todesursachen.

Bei Männern lagen die chronische ischämische Herzkrankheit mit 38.700 Todesfällen, bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge mit 26.200 sowie der akute Myokardinfarkt mit 23.800 vorn.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben trotz des Rückgangs die wichtigste Todesursachengruppe in Deutschland. 334.100 Todesfälle entsprechen knapp einem Drittel der rund 1,01 Millionen Sterbefälle im Jahr 2025. Zusammen mit Krebs und Krankheiten des Atmungssystems entfielen auf die drei häufigsten Ursachen 64 Prozent aller Todesfälle.Besonders deutlich fällt der Vergleich mit 2022 aus: Die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sank seitdem um 6,7 Prozent, bei Herzinfarkten sogar um 15,2 Prozent. Der Rückgang erfasst Männer und Frauen sowie sämtliche Altersgruppen, wobei die Entwicklung bei den 80- bis 85-Jährigen besonders stark ausfiel. Bei zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen unter anderem Schlaganfälle gehören, gingen die Todesfälle ebenfalls zurück.Rückgang verändert die Rangfolge nichtDie Zahlen zeigen damit eine Verbesserung bei einzelnen akuten Herz-Kreislauf-Ereignissen, aber keine Ablösung dieser Krankheitsgruppe als zentrale Todesursache. Die Rangfolge unterscheidet sich zudem nach Geschlecht: Bei Frauen stehen Demenz, chronische ischämische Herzkrankheit und Herzinsuffizienz an der Spitze; bei Männern folgen auf die chronische ischämische Herzkrankheit Lungen- und Bronchialkrebs sowie der akute Herzinfarkt.Für die medizinische Versorgung bleibt deshalb nicht nur die Behandlung akuter Notfälle relevant. Chronische Herzkrankheiten und Herzinsuffizienz prägen weiterhin einen großen Teil der Sterbefälle, während die Gesamtzahl der Todesfälle 2025 nur geringfügig zurückging. Der Rückgang bei Herzinfarkten und Schlaganfällen ist daher ein wichtiger Teiltrend innerhalb einer weiterhin dominierenden Todesursachengruppe.

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