KI-Ausbau: Fink warnt Europa vor Rückstand gegenüber China
heute 06:29 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Blackrock-Chef Larry Fink warnt vor politischen Bremsen beim Ausbau von Datenzentren. Deutschland und Europa müssten mehr in KI und die dafür notwendige Infrastruktur investieren, um im Wettbewerb mit China nicht zurückzufallen.
via dts Nachrichtenagentur
Blackrock-Chef fordert mehr KI-InvestitionenBlackrock-Chef Larry Fink spricht sich gegen eine Verlangsamung des Wettrennens um Künstliche Intelligenz aus. Den Ausbau von Datenzentren politisch über Moratorien oder andere Wege zu bremsen, sei nicht der richtige Weg, sagte Fink dem „Handelsblatt“.Fink warnt vor Chinas VorsprungEine Verlangsamung könne China die Chance geben, Rechenleistung aufzubauen und andere Länder auch auf diesem Gebiet von sich abhängig zu machen.
„China bereitet sich besser auf die KI-Welt vor als jedes andere Land“, sagte Fink.Fink wird in dieser Woche am Investitionsgipfel der Bundesregierung in Berlin teilnehmen.
China baue im großen Stil Kernkraftwerke und investiere zugleich in erneuerbare Energien.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.
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Die Warnung fällt in eine Phase, in der der Ausbau von Rechenzentren zu einer zentralen industrie- und energiepolitischen Frage geworden ist. Für leistungsfähige KI-Systeme benötigen Unternehmen große Mengen an Rechenleistung, Strom und Netzanbindung.
Dadurch treffen Digitalpolitik, Standortwettbewerb und Klimaschutz unmittelbar aufeinander.Ein Moratorium könnte den Bau neuer Anlagen bremsen und damit den Druck auf Stromnetze, Flächen und lokale Infrastruktur mindern. Gleichzeitig würde eine Verzögerung Investitionen, Arbeitsplätze und den Zugang zu Rechenkapazitäten beeinflussen.
Finks Argument zielt deshalb auf die strategische Seite: Wer langsamer investiert, könnte bei Produktivität und technologischer Unabhängigkeit zurückfallen.Investitionen treffen auf InfrastrukturfragenFür Deutschland und Europa ist entscheidend, ob zusätzliche KI-Kapazitäten mit ausreichend Strom aus verlässlichen und möglichst klimaverträglichen Quellen verbunden werden können.
Der Ausbau von Kernkraft, erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern wird damit zu einem Teil der KI-Strategie. Zugleich müssen Genehmigungen, Datenschutz, Wettbewerb und die Kostenverteilung politisch geregelt werden.Die Debatte betrifft auch Finanzmärkte: Rechenzentren, Energieversorgung und digitale Infrastruktur gehören zu den langfristigen Investitionsfeldern großer Vermögensverwalter. Finks Äußerungen verbinden daher eine geopolitische Warnung mit einem Geschäftsfeld, in dem Blackrock selbst engagiert ist. Für Bürger und Unternehmen bleibt die praktische Frage, wie Europa mehr Rechenleistung aufbaut, ohne Energiepreise, Netze und Akzeptanz zu überlasten.