Rente mit 63: Miersch schließt höhere Beiträge nicht aus

heute 10:43 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hält zusätzliche Rentenbeiträge für möglich, um die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu sichern. Zugleich stellt er die häufig genannte Kostenersparnis durch eine Abschaffung infrage.

Matthias Miersch am 13.10.2026
Matthias Miersch am 13.10.2026
via dts Nachrichtenagentur

SPD-Fraktionschef hält höhere Rentenbeiträge für möglichSPD-Fraktionschef Matthias Miersch schließt zusätzliche Beitragserhöhungen bei der Rente nicht aus, um die abschlagsfreie Rente mit 45 Beitragsjahren weiterhin zu finanzieren.

Die Kommission schlägt nach seinen Worten selbst moderate Beitragserhöhungen für den Aufbau eines neuen Kapitalstocks vor.Kosten der Rente mit 63 umstrittenMiersch geht zugleich von einer deutlich geringeren Summe aus, die eine Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 einbringen würde. Die häufig genannte Größenordnung von zehn Milliarden Euro pro Rentenjahrgang bezweifelt er, ohne selbst eine alternative Summe zu nennen.Er verwies auf andere Berechnungen und erklärte, diese Fragen müssten nun im politischen Rahmen geklärt werden.

Miersch war nach eigenen Angaben nicht Mitglied der Rentenkommission.Drei Finanzierungswege stehen im RaumWie die abschlagsfreie Rente künftig finanziert werden soll, wollte Miersch nicht vorwegnehmen.

Als mögliche Wege nannte er Einsparungen, zusätzliche Steuermittel und höhere Beiträge.Diese Optionen müssten sachlich mit dem Koalitionspartner besprochen werden, sagte der SPD-Politiker. Über die Finanzierung solle nicht über die Medien verhandelt werden.SPD pocht auf Anerkennung langer ErwerbszeitenMiersch bekräftigte seine Forderung, die abschlagsfreie Rente trotz der gegenteiligen Empfehlung der Kommission beizubehalten.

Die Anerkennung der Lebensleistung berühre das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen, sagte er.Eine Reform brauche gesellschaftliche Akzeptanz, betonte Miersch. Über die künftige Ausgestaltung stehen damit Verhandlungen innerhalb der Koalition bevor.Finanzierung bleibt politischer StreitpunktDie Debatte über die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren steht im Zentrum der geplanten Neuordnung der gesetzlichen Altersvorsorge. Die Rentenkommission hat ihre Abschaffung empfohlen, weil sie hohe Ausgaben verursacht und nach ihrer Einschätzung Anreize für einen früheren Renteneintritt setzt. Arbeitsministerin Schweitzer fordert zugleich einen Kompromiss, sodass die konkrete Ausgestaltung politisch offen bleibt.Für die Finanzierung liegen grundsätzlich mehrere Stellschrauben auf dem Tisch: höhere Beiträge, zusätzliche Steuerzuschüsse oder Einsparungen bei anderen Leistungen.

Mierschs Hinweis auf mögliche Beitragserhöhungen verbindet die Bestandssicherung der abschlagsfreien Rente mit dem von der Kommission vorgeschlagenen Aufbau eines Kapitalstocks. Für Beschäftigte und Unternehmen könnten höhere Beitragssätze allerdings steigende Arbeitskosten und geringere Nettoeinkommen bedeuten.Die Diskussion über die Kosten der Rente mit 63 wird zusätzlich dadurch erschwert, dass unterschiedliche Berechnungen kursieren.

Miersch nennt keine eigene Summe, stellt aber die häufig genannte Größenordnung von zehn Milliarden Euro je Rentenjahrgang infrage. Damit verschiebt sich der Streit von der Grundsatzfrage über die Anerkennung langer Erwerbsbiografien auf die genaue finanzielle Bewertung.Für Versicherte ist entscheidend, ob die Regelung erhalten bleibt, verändert oder durch ein anderes Modell ersetzt wird. Eine Reform müsste zudem Übergangsfristen, die Behandlung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie die Belastung jüngerer Beitragszahler klären.

Die anstehenden Verhandlungen mit dem Koalitionspartner werden deshalb nicht nur über die Rentenformel, sondern auch über die Verteilung zwischen Beitragszahlern, Steuerzahlern und künftigen Rentnern entscheiden.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.

Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.Kostenlos zum nächsten Webinar anmelden
Die Debatte über die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren steht im Zentrum der geplanten Neuordnung der gesetzlichen Altersvorsorge. Die Rentenkommission hat ihre Abschaffung empfohlen, weil sie hohe Ausgaben verursacht und nach ihrer Einschätzung Anreize für einen früheren Renteneintritt setzt. Arbeitsministerin Schweitzer fordert zugleich einen Kompromiss, sodass die konkrete Ausgestaltung politisch offen bleibt.Für die Finanzierung liegen grundsätzlich mehrere Stellschrauben auf dem Tisch: höhere Beiträge, zusätzliche Steuerzuschüsse oder Einsparungen bei anderen Leistungen.

Mierschs Hinweis auf mögliche Beitragserhöhungen verbindet die Bestandssicherung der abschlagsfreien Rente mit dem von der Kommission vorgeschlagenen Aufbau eines Kapitalstocks. Für Beschäftigte und Unternehmen könnten höhere Beitragssätze allerdings steigende Arbeitskosten und geringere Nettoeinkommen bedeuten.Finanzierung bleibt politischer StreitpunktDie Diskussion über die Kosten der Rente mit 63 wird zusätzlich dadurch erschwert, dass unterschiedliche Berechnungen kursieren.

Miersch nennt keine eigene Summe, stellt aber die häufig genannte Größenordnung von zehn Milliarden Euro je Rentenjahrgang infrage. Damit verschiebt sich der Streit von der Grundsatzfrage über die Anerkennung langer Erwerbsbiografien auf die genaue finanzielle Bewertung.Für Versicherte ist entscheidend, ob die Regelung erhalten bleibt, verändert oder durch ein anderes Modell ersetzt wird. Eine Reform müsste zudem Übergangsfristen, die Behandlung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie die Belastung jüngerer Beitragszahler klären.

Die anstehenden Verhandlungen mit dem Koalitionspartner werden deshalb nicht nur über die Rentenformel, sondern auch über die Verteilung zwischen Beitragszahlern, Steuerzahlern und künftigen Rentnern entscheiden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragentagesschau: „Rente mit 63: Arbeitsminister Schweitzer fordert Kompromiss“ (17.10.2026)Der Beitrag bestätigt den Streit über die von der Rentenkommission empfohlene Abschaffung und stellt die Forderung nach einem Kompromiss heraus. Anders als Miersch konzentriert sich der Bericht auf die Position des Arbeitsministers und die politische Suche nach einer Zwischenlösung.Deutschlandfunk: „Bundesarbeitsminister Schweitzer: Vorschläge der Rentenkommission sind kein ‚Gesamtkunstwerk‘“ (17.10.2026)Der Deutschlandfunk ordnet die Kommissionsvorschläge als umstritten ein und verweist auf deren Begründung mit hohen Kosten und falschen Anreizen.

Der Schwerpunkt liegt damit stärker auf der Bewertung des Reformpakets, während bei Miersch die Finanzierung und gesellschaftliche Akzeptanz im Vordergrund stehen.Medienübergreifend besteht Einigkeit über den politischen Konflikt um die Rente mit 63 und die offene Suche nach einem Kompromiss. Ungeklärt bleiben die künftige Finanzierung, die genaue Kostenhöhe und die konkrete Ausgestaltung einer möglichen Reform.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.

Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.Kostenlos zum nächsten Webinar anmelden

Trades kopieren und dabei lernen!
Jetzt mit dem Copy-Trading starten.
Wir zeigen Dir, wie es geht.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.