SPD-Parteivorsitz: Giffey schließt Kandidatur nicht aus
vor 13 Minuten, dts-nachrichtenagentur.de
Die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hält eine Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz grundsätzlich offen. Zugleich spricht sie sich dafür aus, Parteiführung und Regierungsamt nicht in einer Hand zu bündeln.
via dts Nachrichtenagentur
Franziska Giffey lässt SPD-Kandidatur offenDie SPD-Politikerin und amtierende Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey schließt eine Kandidatur für den Parteivorsitz der SPD im Bund nicht aus. Auf eine entsprechende Nachfrage sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Im Moment kann ich dazu nichts sagen.
Das ist etwas, was gerade nicht zur Debatte steht.“Giffey wirbt für geteilte VerantwortungGiffey sprach sich zugleich dafür aus, dass niemand mit einem Regierungsamt den Parteivorsitz übernehmen sollte. „Ich wünsche mir, dass wir die Last ein bisschen verteilen“, sagte sie.Klingbeil führt SPD derzeit alleinNach dem Rücktritt von Co-Chefin Bärbel Bas führt Lars Klingbeil die SPD allein. Er ist zugleich Bundesfinanzminister und Vizekanzler.Parteitag entscheidet im JanuarDie SPD wählt auf ihrem Bundesparteitag am 16. und 17. Januar 2027 einen neuen Bundesvorsitz. Wer für den Posten antritt, ist bislang offen.
Die SPD steht vor einer personellen Neuordnung an ihrer Bundesspitze. Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas führt Lars Klingbeil die Partei allein; zugleich bleibt offen, ob er diese Rolle dauerhaft behalten oder beim Parteitag im Januar 2027 Unterstützung beziehungsweise eine Ergänzung erhalten wird.Giffeys Äußerungen verweisen auf einen zentralen Zielkonflikt: Parteivorsitz und Regierungsamt bündeln politische Macht, erhöhen aber zugleich die Belastung einer einzelnen Person. Klingbeil ist neben dem SPD-Vorsitz Bundesfinanzminister und Vizekanzler. Giffey plädiert deshalb für eine Verteilung der Verantwortung, ohne eine eigene Bewerbung auszuschließen.Entscheidung beim ParteitagDer Bundesparteitag am 16. und 17. Januar 2027 wird zum maßgeblichen Termin für die personelle Klärung.
Für die SPD geht es dabei nicht nur um eine Personalentscheidung, sondern auch um die Frage, wie sie Parteiführung und Regierungsverantwortung organisatorisch miteinander verbinden will.Giffey verfügt als Berliner Wirtschaftssenatorin und frühere Regierende Bürgermeisterin über Erfahrung in Landes- und Bundespolitik. Eine Kandidatur würde die Debatte über die künftige Ausrichtung und Führung der SPD erweitern; derzeit ist jedoch lediglich festgehalten, dass sie eine Bewerbung nicht ausschließt.