Spritpreise: September bringt Diesel auf 2,386 Euro

heute 14:38 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Super E10 und Diesel waren im September so teuer wie nie zuvor. Zum Monatswechsel soll eine befristete Steuersenkung die Kosten an den Tankstellen zunächst spürbar senken.

Tankstelle Mitte September 2026 (Archiv)
Tankstelle Mitte September 2026 (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Der ADAC hat im September neue Höchstwerte bei den Preisen für Super E10 und Diesel gemessen.

Super E10 kostete im Monatsdurchschnitt 2,266 Euro je Liter, Diesel 2,386 Euro.September war teuerster TankmonatDamit verteuerte sich Super E10 gegenüber August um fast zwölf Cent je Liter. Diesel kostete 16 Cent mehr als im Vormonat. Nach Angaben des ADAC war der September damit der bislang teuerste Tankmonat in Deutschland.Der höchste Tagespreis für Super E10 wurde am 16. September mit 2,314 Euro erreicht. Diesel kostete am 17. September mit 2,471 Euro am meisten.Günstigster Tanktag am MonatsanfangAm günstigsten war das Tanken für beide Kraftstoffsorten am 1. September. Super E10 kostete an diesem Tag im Bundesdurchschnitt 2,183 Euro je Liter, Diesel 2,232 Euro.Der ADAC führt den Anstieg auch auf die kontinuierlich gestiegenen Ölpreise zurück. Zugleich reiche die Entwicklung des Rohölpreises allein nicht aus, um das aktuelle Preisniveau zu erklären.ADAC sieht Preisabstand nicht vollständig erklärtAls Vergleich nennt der Automobilclub das Frühjahr: Im April lag der Preis für ein Barrel Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar, dennoch war Super E10 im Monatsdurchschnitt spürbar günstiger als im September. Neben dem Rohölpreis beeinflussen auch Raffinerie- und Vertriebskosten sowie Steuern die Kraftstoffpreise.Der aktuelle Abstand zu den Preisen früherer Monate sei aus Sicht des ADAC jedoch „nicht vollständig nachvollziehbar“.
Die Septemberwerte markieren einen starken Anstieg gegenüber dem Vormonat: Super E10 verteuerte sich im Monatsmittel um fast zwölf Cent, Diesel um 16 Cent je Liter. Für Autofahrer mit großen Fahrleistungen bedeutet das eine deutlich höhere monatliche Belastung, besonders im Transportgewerbe, bei Pendlern und in Regionen mit wenigen Alternativen zum Auto.Der Preisauftrieb lässt sich nicht allein aus dem Rohölmarkt ableiten.

Neben dem Ölpreis wirken sich Raffineriekapazitäten, Versorgungslage, Vertriebskosten und Steuern auf den Endpreis aus. Der Vergleich mit dem Frühjahr zeigt, dass ein höherer Rohölpreis damals nicht automatisch zu ähnlich hohen Tankstellenpreisen führte. Der ADAC hält den aktuellen Abstand zu früheren Monaten deshalb nicht vollständig für nachvollziehbar.Entlastung ab OktoberZum 1. Oktober tritt zugleich eine befristete Steuersenkung für Benzin und Diesel in Kraft. Die Entlastung beträgt einschließlich Mehrwertsteuer knapp 17 Cent je Liter und gilt bis Jahresende. An den Tankstellen kann der Effekt zeitversetzt ankommen, weil zunächst vorhandene Bestände zu älteren Einkaufspreisen verkauft werden.

Zudem können steigende Öl- oder Beschaffungskosten den Rückgang teilweise ausgleichen.

Für Verbraucher bleibt daher neben dem gesetzlichen Rabatt auch der tägliche Preisvergleich entscheidend.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragentagesschau: „Tanken in Deutschland war noch nie so teuer wie im September“ (30.09.2026)Der Beitrag bestätigt den September als bislang teuersten Tankmonat und ordnet die hohen Preise vor allem mit Einschränkungen bei den Ölexporten sowie fehlenden Raffineriekapazitäten ein. Der Schwerpunkt liegt zusätzlich auf dem ab Oktober geltenden Tankrabatt und der Frage, wann die Entlastung an den Zapfsäulen ankommt.WDR: „Tankrabatt: Ob und wie Sie jetzt sparen können“ (30.09.2026)Der WDR konzentriert sich auf die praktische Wirkung der Steuersenkung: Bei einem 50-Liter-Tank sind rechnerisch bis zu 8,50 Euro Entlastung möglich, sofern der Vorteil vollständig weitergegeben wird. Anders als die ADAC-Auswertung stellt der Beitrag vor allem Verzögerungen, frühere Erfahrungen mit dem Tankrabatt und den Einfluss von Ölpreis sowie Wettbewerb heraus.Einigkeit besteht über das außergewöhnlich hohe Septemberniveau und die bevorstehende steuerliche Entlastung.

Offen bleibt, wie schnell und vollständig sie bei einzelnen Tankstellen ankommt und ob neue Beschaffungskosten einen Teil des Effekts auffangen.

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