Südsudan: 2,5 Millionen Menschen von Dürre betroffen

heute 16:53 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Rund 2,5 Millionen Menschen im Südsudan leiden unter dürreähnlichen Bedingungen. Konflikte, Vertreibungen und Krankheitsausbrüche verschärfen die Ernährungskrise insbesondere in Jonglei und Upper Nile.

Vereinte Nationen (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Dürre verschärft Ernährungskrise im SüdsudanIm Südsudan sind aktuell rund 2,5 Millionen Menschen von dürreähnlichen Bedingungen betroffen.

Konflikte und anhaltende Dürre führen weiterhin zu Vertreibungen und verschärfen die Ernährungsunsicherheit.Landwirtschaftliche Grundlagen gehen verlorenNach Angaben des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) verloren viele Haushalte den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen, Viehbeständen und anderen Einkommensquellen.

Betroffene sind dadurch zunehmend auf Wildfrüchte angewiesen, verkaufen Produktionsmittel oder flüchten.Der Südsudan gehört zu den am stärksten vom Klimawandel bedrohten Ländern der Welt. Besonders kritisch ist die Ernährungslage in Teilen der Bundesstaaten Jonglei und Upper Nile.Unterernährung überschreitet NotfallschwellenUntersuchungen bei Kindern unter fünf Jahren ergaben in den Landkreisen Ayod, Akobo und Nyirol Raten globaler akuter Unterernährung von mehr als 34 Prozent. In Panyikang lag der Wert bei 18 Prozent, in Malakal bei 28 Prozent.Damit überschritten Panyikang und Malakal den von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Notfallschwellenwert von 15 Prozent. Die staatliche Kommission für Nothilfe und Wiederaufbau zählt ebenso wie humanitäre Partner zu den Stellen, auf deren Berichte sich OCHA beruft.Cholera-Epidemie dauert anZwei Jahre nach der Meldung der ersten Fälle hält die Cholera-Epidemie im Südsudan an. Seit September 2024 wurden 112.148 Fälle und 1.723 Todesfälle gemeldet.Die Übertragungsrate ist zwar zurückgegangen, aktive Fälle werden jedoch weiterhin registriert. Gleichzeitig dauern Ausbrüche von Mpox, Masern, Hepatitis E und Polio an.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.

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Die Meldung beschreibt eine humanitäre Krise, in der mehrere Belastungen gleichzeitig wirken.

Dürreähnliche Bedingungen schränken die Landwirtschaft ein, während Konflikte Menschen aus ihren Wohngebieten vertreiben und den Zugang zu Feldern, Vieh und Märkten erschweren.

Für Haushalte ohne Rücklagen steigt dadurch die Abhängigkeit von Notversorgung und kurzfristigen Überlebensstrategien.Besonders kritisch ist die Lage für Kinder. Die genannten Raten globaler akuter Unterernährung liegen in mehreren Landkreisen deutlich über dem WHO-Notfallschwellenwert. Mangelernährung schwächt die Immunabwehr und erhöht damit das Risiko, dass Infektionen wie Cholera, Masern oder Hepatitis E schwer verlaufen.Mehrere Krisen verstärken sichDie anhaltende Cholera-Epidemie verschärft die Situation zusätzlich, weil sauberes Wasser, medizinische Versorgung und funktionierende Sanitärsysteme vielerorts fehlen.

Auch rückläufige Übertragungsraten bedeuten deshalb keine Entwarnung, solange aktive Fälle auftreten und weitere Krankheitsausbrüche andauern.Für die internationale Hilfe bedeutet die Entwicklung, dass Ernährungshilfe, Gesundheitsversorgung, Wasser- und Sanitärmaßnahmen sowie Schutz für Vertriebene parallel benötigt werden.

Die Lage in Jonglei und Upper Nile ist damit nicht nur eine Folge ausbleibender Niederschläge, sondern das Ergebnis eines länger anhaltenden Zusammenspiels von Konflikt, Vertreibung, Klimarisiken und schwachen Lebensgrundlagen.

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