Trump sagt Livestream von Hasan-Hinrichtung ab

heute 16:34 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

US-Präsident Donald Trump nimmt die geplante öffentliche Übertragung der Hinrichtung von Nidal Malik Hasan zurück. Die Exekution durch ein Erschießungskommando soll dennoch wie vorgesehen stattfinden.

Donald Trump (Archiv)
Donald Trump (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Trump stoppt Übertragung der Hasan-HinrichtungUS-Präsident Donald Trump hat die ursprünglich angekündigte Liveübertragung der Hinrichtung von Nidal Malik Hasan abgesagt. Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen erschossen und wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.Exekution soll wie geplant stattfindenTrump begründete die zunächst befürwortete Übertragung mit einer möglichen abschreckenden Wirkung.

Zugleich verwies er darauf, dass viele Menschen Hasan vermutlich nicht sterben sehen wollten – weder per Livestream noch auf andere Weise.Die Hinrichtung soll nach Trumps Angaben weiterhin durch ein Erschießungskommando erfolgen.

Eine Übertragung werde es jedoch nicht geben.Angehörige dürfen persönlich teilnehmenDie engsten Angehörigen der Opfer sollen der Exekution persönlich beiwohnen können, wenn sie dies wünschen.

Trump erklärte, sie hätten es verdient, die Vollstreckung der Strafe mitzuerleben.Seltene Vollstreckung im US-MilitärNach Angaben der Meldung wäre es die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 und die erste militärische Erschießung seit 1945. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor angekündigt, die Exekution öffentlich stattfinden zu lassen.Eine öffentliche Hinrichtung dieser Art gab es in den USA zuletzt 1936.
Die geplante Hinrichtung von Nidal Malik Hasan fällt in eine außergewöhnliche Phase der US-Militärjustiz. Hasan wurde wegen des Anschlags auf dem Stützpunkt Fort Hood im Jahr 2009 zum Tode verurteilt; die nun angekündigte Vollstreckung wäre die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961.Besondere Bedeutung erhält der Fall durch die vorgesehene Methode. Ein Erschießungskommando wurde im US-Militär seit 1945 nicht mehr eingesetzt. Die öffentliche Übertragung hätte zudem eine neue Dimension geschaffen, weil staatliche Stellen eine Exekution unmittelbar einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht hätten.Debatte über Abschreckung und ÖffentlichkeitDie Begründung mit einer möglichen Abschreckungswirkung steht im Zentrum der politischen Auseinandersetzung über die Todesstrafe. Gegner öffentlicher Hinrichtungen sehen darin eine staatliche Inszenierung von Gewalt, während Befürworter auf Vergeltung und die Sichtbarkeit strafrechtlicher Konsequenzen verweisen.

Die Absage des Livestreams nimmt der Vollstreckung diese öffentliche Ebene, ändert aber nichts am geplanten Termin und Verfahren.Für die Angehörigen der Opfer bleibt die persönliche Teilnahme möglich. Zugleich rückt der Fall die Rolle des Militärs bei Kapitalverfahren wieder in den Mittelpunkt: Anders als bei Hinrichtungen einzelner Bundesstaaten geht es um eine seltene Zuständigkeit des Bundesmilitärs und um ein Verfahren, das Jahrzehnte nach dem Anschlag vollzogen werden soll.

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