US-Leitzins: Federal Reserve erhöht Zins auf 3,75 bis 4,00 Prozent

16.09.26 20:19 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die US-Notenbank Federal Reserve hebt ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an und begründet den Schritt mit ihrem Doppelmandat aus Beschäftigung und Preisstabilität. Es ist die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023 und fiel einstimmig aus.

Federal Reserve (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte erhöht und damit erstmals seit 2023 wieder eine Zinserhöhung beschlossen.

Der Zielkorridor für den Leitzins liegt nun in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,00 Prozent.Erste Zinserhöhung seit 2023Nach Angaben der Fed wurde der Beschluss im Offenmarktausschuss einstimmig gefasst. Beim vorherigen Treffen hatte das Gremium die Entscheidung, den Leitzins unverändert zu lassen, noch mit 9 zu 3 Stimmen getroffen.

Die aktuelle Entscheidung markiert damit die erste Leitzinserhöhung der Notenbank seit dem Jahr 2023 und steht für eine Rückkehr zu einem restriktiveren Kurs.Begründung mit DoppelmandatDie Federal Reserve verweist in ihrem Statement auf ihr Doppelmandat, das eine möglichst hohe Beschäftigung und Preisstabilität umfasst. Bei der Lage am Arbeitsmarkt sieht die Zentralbank nach eigenen Angaben derzeit wenig Anlass zur Sorge. Der Beschäftigungszuwachs halte mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt, und die Arbeitslosenquote habe sich kaum verändert.Robuste KonjunkturAuch die übrige Wirtschaftsentwicklung beurteilt die Fed positiv. Die Wirtschaftstätigkeit wachse in einem soliden Tempo, die inländischen Ausgaben hätten sich als widerstandsfähig erwiesen und das Produktivitätswachstum sei stark. Zudem spricht die Notenbank von robusten Kapitalinvestitionen, die zur Stabilität des Aufschwungs beitragen.Inflation weiter über ZielwertGrund für die Zinserhöhung ist insbesondere die weiterhin erhöhte Inflation. Die Fed betont, dass die Teuerung auf einem hohen Niveau bleibt und geldpolitische Maßnahmen nun eine zeitnahe Rückkehr zum Zwei-Prozent-Ziel des Offenmarktausschusses unterstützen sollen.

Man werde für Preisstabilität sorgen, kündigt die Zentralbank an, und stellt weitere Schritte in Aussicht, falls dies zur Erreichung des Inflationsziels notwendig wird.
Mit der nun beschlossenen Erhöhung des Leitzinses auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent signalisiert die US-Notenbank Federal Reserve eine neue Phase der Geldpolitik. Nach einer längeren Pause seit 2023 setzt die Fed wieder aktiv auf Straffung, um das hartnäckig hohe Inflationsniveau zu bekämpfen, ohne die robuste Konjunktur unnötig zu bremsen.Geldpolitik zwischen Wachstum und TeuerungDie Fed verweist ausdrücklich auf ihr Doppelmandat aus maximaler Beschäftigung und Preisstabilität. Der jüngste Zinsschritt fällt in eine Phase, in der Beschäftigung und Produktivität als solide bewertet werden und die Arbeitslosenquote weitgehend stabil geblieben ist. Gleichzeitig wird betont, dass die Wirtschaftsaktivität in einem „soliden Tempo" wächst und Unternehmensinvestitionen kräftig ausfallen.

Diese Lage verschafft der Notenbank Spielraum, den Preisauftrieb energischer anzugehen, ohne akute Rezessionsrisiken zu provozieren.Signalwirkung für Finanzmärkte und andere ZentralbankenDie erste Anhebung seit 2023 dürfte an den Finanzmärkten als klares Signal verstanden werden, dass die Phase sehr lockerer Geldpolitik endgültig vorbei ist und die Fed bereit ist, bei Bedarf weitere Schritte zu gehen.

Für Anleihe- und Aktienmärkte können höhere Zinsen Bewertungsanpassungen auslösen, während der Wechselkurs des US-Dollar auf veränderte Zinserwartungen reagiert. Auch andere Zentralbanken – etwa die Europäische Zentralbank – beobachten die US-Entscheidung genau, da sie den globalen Zinszyklus und Kapitalströme beeinflusst.Ausblick: Weitere Schritte abhängig von DatenlageWie viele weitere Zinsschritte folgen, hängt maßgeblich davon ab, ob die Inflation tatsächlich auf das angestrebte Zwei-Prozent-Ziel zusteuert und ob sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust zeigt. Klar ist: Die Fed stellt mit der einstimmigen Entscheidung ihre Bereitschaft heraus, im Zweifel eher gegen zu hohe Inflation vorzugehen, als eine möglicherweise etwas schwächere Nachfrage zu riskieren.

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