Volkswagen prüft längere Arbeitszeit für 100.000 Beschäftigte

heute 14:13 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Volkswagen prüft laut einem Bericht längere Wochenarbeitszeiten für mehr als 100.000 Beschäftigte in Deutschland. Eine konkrete Forderung nach 38 oder 40 Stunden gibt es bislang nicht; das Thema könnte aber später in Tarifverhandlungen auftauchen.

Volkswagen (Archiv)
Volkswagen (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Volkswagen erwägt nach einem Bericht des „Handelsblatts“ längere Wochenarbeitszeiten für seine mehr als 100.000 Beschäftigten in Deutschland. Das Management sieht darin einen möglichen Hebel, um die Kosten je Arbeitsstunde zu senken und die deutschen Standorte wettbewerbsfähiger zu machen.Eine konkrete Forderung nach einer 38- oder 40-Stunden-Woche gibt es bei VW bislang nicht.Arbeitszeit zunächst nicht auf der TagesordnungBeim Überprüfungsgespräch von Volkswagen, IG Metall und Betriebsrat an diesem Mittwoch in Hannover soll das Thema Arbeitszeit nicht behandelt werden. Es könnte später jedoch Gegenstand von Verhandlungen werden.Bei Volkswagen gilt grundsätzlich eine 35-Stunden-Woche. Der Konzern kündigte für das neue Sparpaket zudem die Kündigung mehrerer Tarifverträge an.Weitere Stellenstreichungen geplantVW plant den Abbau von 50.000 bis 60.000 weiteren Arbeitsplätzen weltweit. Etwa die Hälfte davon soll auf Deutschland entfallen.Nach Angaben aus Konzernkreisen steht auch der Manteltarifvertrag zur Debatte, der unter anderem Arbeitszeit und Mehrarbeit regelt. Der Zukunftstarifvertrag von 2024 und die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 sollen dagegen bestehen bleiben.
Die mögliche Debatte über längere Arbeitszeiten fällt in eine Phase, in der Volkswagen seine Kostenstruktur und die Zukunft deutscher Standorte neu ordnet.

Das Management verbindet die Überlegungen mit dem Ziel, die Kosten je Arbeitsstunde zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Werke in Deutschland zu erhöhen.

Für die Beschäftigten wäre eine Änderung der bislang grundsätzlich geltenden 35-Stunden-Woche jedoch eine zentrale tarifpolitische Frage.Der Konflikt berührt zugleich mehrere Schutz- und Zusageebenen. VW plant den Abbau von 50.000 bis 60.000 weiteren Stellen weltweit, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Gleichzeitig sollen der Zukunftstarifvertrag von 2024 und die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 bestehen bleiben.

Die angekündigte Kündigung mehrerer Tarifverträge könnte deshalb zum entscheidenden Hebel für die nächste Verhandlungsphase werden.Arbeitszeit als Teil des KostenstreitsDie Entwicklung bei VW steht im Zusammenhang mit einem breiteren Kostendruck in der deutschen Autoindustrie. Mercedes-Benz verfolgt ebenfalls das Ziel, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit am Hochlohnstandort Deutschland zu erhöhen; dort wird über eine Verlängerung der 35-Stunden-Woche bei gleicher Bezahlung diskutiert. Bosch baut parallel Stellen ab. Für VW bedeutet das: Die Auseinandersetzung über Arbeitszeit, Löhne, Standorte und Beschäftigungssicherung dürfte eng miteinander verknüpft bleiben.Beim Überprüfungsgespräch in Hannover wird die Arbeitszeit laut dts-Meldung noch nicht behandelt. Sollte das Thema später auf den Verhandlungstisch kommen, wären insbesondere Umfang, Ausgleich, Mehrarbeit und die Verbindung zu Standort- und Beschäftigungszusagen zu klären.

Für die mehr als 100.000 Beschäftigten in Deutschland geht es damit nicht nur um zusätzliche Wochenstunden, sondern um die künftige Balance zwischen Kostensenkung und tariflicher Sicherheit.

Trades kopieren und dabei lernen!
Jetzt mit dem Copy-Trading starten.
Wir zeigen Dir, wie es geht.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.