VW-Rückruf: Konzern kannte Lenkungsproblem seit Oktober 2024

heute 08:37 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Volkswagen soll den Defekt an einer Befestigungsschraube des Lenkgetriebes seit Oktober 2024 untersuchen. Weltweit könnten 4,64 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, Audi, Skoda und Seat betroffen sein.

VW-Logo (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Volkswagen soll das Problem hinter seinem jüngsten Millionenrückruf bereits seit Oktober 2024 untersuchen.

Das geht aus einem Bericht an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervor, über den das Handelsblatt am Samstag berichtet.Erster Schadensfall im Oktober 2024Dem Bericht zufolge wurde damals erstmals eine korrodierte Befestigungsschraube am Lenkgetriebe bekannt. Im September 2026 stufte Volkswagen den Defekt schließlich als potenziell sicherheitsrelevant ein und beschloss den Rückruf.Betroffen sein könnten weltweit konzernweit 4,64 Millionen Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat. Ein Schraubenversagen kann die Lenkung beeinträchtigen und damit ein Sicherheitsrisiko darstellen.Konzern verweist auf wenige SchadensfälleVolkswagen betont, dass zunächst nur wenige einzelne Schadensfälle vorgelegen hätten.

Bis heute sei kein Personenschaden bekannt.Die betroffenen Fahrzeuge sollen im Rahmen des Rückrufs überprüft und mit einer geeigneten Befestigung versehen werden.

Für Halter ist maßgeblich, ob das eigene Fahrzeug anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer in der Rückrufaktion erfasst ist.
Rückrufe wegen sicherheitsrelevanter Bauteile folgen einem festen Prinzip: Sobald ein Hersteller einen möglichen Zusammenhang zwischen einem Bauteilfehler und einem Risiko für die Verkehrssicherheit erkennt, müssen Umfang und Abhilfemaßnahmen bewertet werden.

Bei einer Lenkungsverbindung ist die sicherheitsrelevante Bedeutung besonders hoch, weil ein Versagen die Kontrolle über das Fahrzeug beeinträchtigen kann.Technischer HintergrundIm Mittelpunkt steht eine Befestigungsschraube am Lenkgetriebe, die durch Korrosion geschädigt werden kann. Als Abhilfe ist der Austausch gegen eine korrosionsresistentere Schraube vorgesehen.

Die öffentlich genannten Größenordnungen unterscheiden sich nach Marken und Abgrenzung: Für Volkswagen, Audi und Seat wurden zunächst rund 2,1 Millionen Fahrzeuge genannt; einschließlich Skoda beläuft sich die konzernweite Zahl laut der Meldung auf 4,64 Millionen Fahrzeuge.Für Fahrzeughalter ist entscheidend, ob das eigene Auto anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer in der Rückrufaktion erfasst ist. Rückrufarbeiten werden üblicherweise über Vertragswerkstätten organisiert und sind für die Halter kostenfrei.

Bislang ist nach Angaben des Konzerns kein Personenschaden bekannt.Bedeutung für VolkswagenDie zeitliche Abfolge erhöht den Erklärungsdruck: Der erste Fall wurde im Oktober 2024 bekannt, die Einstufung als potenziell sicherheitsrelevant und die Rückrufentscheidung folgten im September 2026. Für den Konzern geht es damit neben der technischen Reparatur um die Nachvollziehbarkeit seiner Qualitäts- und Sicherheitsprozesse. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge macht die praktische Umsetzung zudem zu einer erheblichen logistischen Aufgabe.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragenn-tv: „VW-Tochter Skoda ruft 1,7 Millionen Fahrzeuge zurück“ (02.10.2026)Der Beitrag bestätigt, dass neben Volkswagen, Audi und Seat auch Skoda-Modelle betroffen sind. Er legt den Schwerpunkt auf die rund 1,7 Millionen Skoda-Fahrzeuge weltweit und die mögliche Folge eines Schraubenabrisses für die Lenkung.FOCUS online: „Karoq, Kodiaq, Superb, Octavia: Auch Skoda-Modelle von Lenkungs-Rückruf betroffen“ (02.10.2026)FOCUS online nennt die betroffenen Skoda-Baureihen und beziffert den deutschen Anteil auf 370.879 Fahrzeuge. Anders als der n-tv-Beitrag richtet sich der Schwerpunkt auf die Reparaturpraxis und die mögliche Notwendigkeit weiterer Werkstatttermine. Offen bleibt vor allem, wie schnell alle Ersatzteile und Termine verfügbar sein werden.Beide Beiträge bestätigen die Ausweitung des Rückrufs auf Skoda und beschreiben Korrosion an der Lenkungsverschraubung als technischen Kern. Unterschiede bestehen vor allem bei der regionalen Größenordnung und der Darstellung der organisatorischen Folgen für Halter und Werkstätten.

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